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Erzähler:
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Eine
dicke Regenwolke hängt über der Burgruine von Gössenheim.
Plötzlich kommt ein starker Wind auf. Die beiden Zehnjährigen
Thomas und Maria, genannt Tom und Mary, lassen sich nicht
vom Wetter abhalten und streifen wie fast jeden Tag durch
die unheimlichen Gemäuer. Sie kennen inzwischen fast jeden
Stein der alten Burg.
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Tom:
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Mensch
Mary, ich glaube es gibt ein Gewitter. Lass uns durch die
Geheimtür in den Nordturm gehen. Da sind wir vor dem Regen
sicher.
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Mary:
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Gute
Idee. Aber vielleicht sollten wir besser nach Hause gehen.
Bei Gewitter könnte es in der Burg ganz schön gruselig
werden.
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Tom:
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<lachend>
Na hoffentlich wird’s da gruselig - komm schon!
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Mary:
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<seufzend>
O.K., o.k. ...
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Erzähler:
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Schnell
schleichen sie zu einer alten versteckten Holztür und
betreten einen dunklen und muffigen Raum. Das fahle Licht
des vom Gewitter bedrohten Spätnachmittags fällt durch
schmale Fenster. Der Wind bläst nun immer stärker.
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Mary:
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Uuuaah,
ist das hier unheimlich!
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Tom:
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Schau
mal, dort hinten. Da blitzt es schon! Jetzt fängt es an zu
regnen.
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Mary:
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Ich
glaube, hier ist irgendjemand gewesen. Schau mal, ist da
nicht Asche auf dem Boden?
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Tom:
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Richtig,
hier hat jemand ein kleines Feuer gemacht.
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Mary:
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Vielleicht
ein Stadtstreicher oder ein Obdachloser...
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Tom:
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<spottend>
Vielleicht auch ein Räuber oder ein Mörder...
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Erzähler:
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Ein
greller Blitz leuchtet kurz als schmales Lichtband durch den
Raum. Ein lauter Donner ertönt.
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Mary:
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<aufgeregt>
Hey Tom! Da hinten liegt was!
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Tom:
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Wahrscheinlich
die Gebeine eines verstorbenen Ritters!
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Mary:
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Ach
Quatsch, Papier oder sowas!
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Erzähler:
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Mary
geht zu der Stelle, wo er das Papier gesehen hat. Es ist
inzwischen sehr dunkel geworden, so dass kaum noch etwas zu
erkennen ist.
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Mary:
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Was
ist das? <enttäuscht> Ach, nur `ne alte Fahrkarte!
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Tom:
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Lass
mal sehen! Warte, ich habe Streichhölzer dabei!
Das
ist eine Zugfahrkarte. Schau mal dort - das Datum. Die ist
von gestern!
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Mary:
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Da
steht sogar die Zugverbindung: Würzburg-Gössenheim,
Abfahrt 14.03 Uhr und Ankunft 14.45 Uhr. Und hier, guck mal:
Abteil 7, Platz Nr. 3.
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Tom:
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Vielleicht
hat uns der Unbekannte ja noch mehr hinterlassen; komm, wir
schauen mal...
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Erzähler:
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Mit
Streichhölzern bewaffnet machen sich Tom und Mary auf die
Suche. Doch wieder ist es ein Blitz, der die beiden
erstarren lässt.
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Mary:
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Hast
du das gesehen?
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Tom:
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Da,
auf der Stufe liegt noch was. Sah wie ein Handschuh aus...
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Mary:
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Nein,
schau mal. Das ist ein Portmonee. Und da ist auch noch was
drin.
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Erzähler:
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Die
Freunde beginnen mit einer genauen Untersuchung der
Fundsache.
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Tom:
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Unglaublich!
Hier ist eine Kreditkarte!
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Mary:
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Was
steht drauf? Da muss doch der Name draufstehen!
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Tom:
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Warte
mal – du hast Recht! Hier steht: Hugo Würmlein.
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Mary:
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Lustiger
Name. Vielleicht sind ja noch mehr Sachen im Portmonee.
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Tom:
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<während
er das Portmonee durchstöbert> Nein! Geld ist keins
drin!
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Mary:
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Wahrscheinlich
geklaut!
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Tom:
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<lachend>
Habe ich doch gleich gesagt, dass hier ein Räuber war!
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Mary:
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Meinst
du wirklich? Aber, du könntest Recht haben. Vielleicht ein
Taschendieb, der das Geld herausgenommen und den Rest hier
einfach weggeworfen hat.
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Tom:
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Komm,
lass uns abhauen! Es hat aufgehört zu regnen. Wir müssen
diesen Hugo Würmlein finden!
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Erzähler:
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Die
beiden Kinder verlassen den Turm. Mary hat die Fundsachen in
die Hosentasche gesteckt. Den Weg hinunter zur Stadt
schaffen sie heute in Rekordgeschwindigkeit.
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Mary:
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<bei
Straßenlärm>Wo sollen wir jetzt mit der Suche anfangen.
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Tom:
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Wir
gehen zum Bahnhof, vielleicht kriegen wir dort heraus, wo
das Würmlein wohnt.
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Mary:
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Was
sollen wir denn da? Meinst du Herr Würmlein sucht dort
vielleicht nach seinem Portmonee?
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Tom:
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Könnte
ja sein! Oder wir fragen einen Schaffner, wer gestern im Zug
nach Gössenheim im Abteil 7, Platz 3 gesessen hat.
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Mary:
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Gute
Idee!
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Erzähler:
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Schon
bald kommen die Freunde am Bahnhof an. <Bahnhofslärm>
Der Fahrkartenschalter ist nicht mehr besetzt. Kaum jemand
steht auf dem Bahnsteig und schon gar kein nach einem
Portmonee suchender Herr Würmlein ist zu sehen.
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Tom:
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Vielleicht
hat Herr Würmlein noch gar nicht bemerkt, dass sein
Portmonee nicht mehr da ist.
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Mary:
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Vielleicht
hat er aber auch schon im Fundbüro nachgefragt oder er ist
zur Polizei gegangen und hat dort einen Diebstahl angezeigt.
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Tom:
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Guck
mal, da kommt gerade ein Zug aus Würzburg. Lass uns den
Schaffner fragen...
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<einfahrender
Zug>
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Erzähler:
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Nach
einer Weile steigt nur ein Schaffner aus und schaut, ob noch
jemand einsteigen möchte. Zuerst beachtet er die beiden
Kinder gar nicht.
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Mary:
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Entschuldigen
Sie, könnten Sie uns bitte sagen, wer gestern im Zug nach Gössenheim
im Abteil 7, Platz Nr. 3 gesessen hat?
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Schaffner:
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Sehe
ich vielleicht aus wie ein Hellseher? Woher soll ich das
wissen. Glaubt ihr vielleicht ich kenne jeden Fahrgast persönlich?
Außerdem- selbst wenn ich es wüsste, dürfte ich es euch
nicht sagen.
<Türen
schließen, Pfiff und Abfahrt>
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Tom:
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Na
prima, der war ja sehr freundlich!
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Mary:
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Was
sollen wir jetzt machen?
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Tom:
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Zeig
doch noch mal das Portmonee. Vielleicht haben wir ja
irgendetwas übersehen.
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Mary:
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Hier!
<Pause> Mensch, was ist das denn hier für ein Fach,
das haben wir in der Burg noch gar nicht gesehen.
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Erzähler:
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Tom
holt mit spitzten Fingern eine Plastikkarte aus dem Fach.
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Tom:
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Tataaa!
Der Personlausweis!
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Erzähler:
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Mit
geschickten Fingern dreht er ihn um.
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Tom:
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Na,
wer sagt`s denn: Gössenheim, Buchenallee 114. Das müsste
ganz in der Nähe von der Polizeiwache sein.
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Mary:
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Nichts
wie hin!
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Erzähler:
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Die
beiden Kinder sprinten los. Bis zur Buchenallee 114 sind es
nur etwa 300 Meter. Noch außer Atem erreichen sie die
gesuchte Hausnummer.
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Mary:
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Hier
ist es! Warte! Möller, Kluge und Würmlein. Ich klingel
jetzt!
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Tom:
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Guten
Tag, Herr Würmlein. Also, wir haben da etwas gefunden, was
Ihnen gehört?
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Würmlein:
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Hallo
Kinder! Ihr habt etwas gefunden? Doch nicht etwa mein
Portmonee?
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Mary:
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Doch,
genau das!
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Würmlein:
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Das
ist ja zu schön um wahr zu sein. Ich komme gerade von der
Polizei und habe den Diebstahl meines Portmonees gemeldet.
Es ist mir erst heute am Nachmittag aufgefallen als ich
etwas einkaufen wollte.
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Tom:
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Lassen
Sie mich raten: Sie sind gestern von Würzburg aus mit dem
Zug nach Gössenheim gefahren. Dann haben Sie beschlossen,
oben an der Burgruine spazieren zu gehen. Dort hat man Ihnen
dann das Portmonee aus der Hosentasche entwendet.
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Mary:
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Hier,
ich gebe Ihnen erst einmal das Portmonee zurück.
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Würmlein:
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Danke.
Nein, das stimmt nur zur Hälfte. Ich bin gestern nicht mit
dem Zug gekommen. Es stimmt aber, dass ich am Nachmittag zur
Ruine Homburg gelaufen bin. Dabei bin ich auch am Bahnhof
vorbeigekommen und hatte dann so ein merkwürdiges Gefühl.
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Tom:
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Was
meinen Sie?
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Würmlein:
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Na
ja, als wenn mich so ein junger Mann mit roten Haaren
verfolgen würde...
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Mary:
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Das
ist ja interessant! Da war bestimmt der Taschendieb! Aber
sagen Sie mal – fehlt etwas in Ihrem Portmonee?
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Würmlein:
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<kramt
in seiner Geldbörse> Kreditkarte, Führerschein,
Personalausweis – alles da!
Ach,
mein Gott! Das Geld fehlt.
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Tom:
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Wissen
Sie, wie viel Geld Sie dabei hatten?
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Würmlein:
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Ja,
ziemlich genau. Ich bin nämlich erst vor ein paar Tagen von
einer Dienstreise aus Amerika zurückgekommen. Deshalb hatte
ich noch 170 Dollar in der Tasche und genau 100 Euro. Die
sind offensichtlich futsch!
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Mary:
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Weißt
du, was mir gerade einfällt, Tom? Wenn die Fahrkarte nicht
Herrn Würmlein gehörte, dann doch wahrscheinlich dem
Taschendieb – oder?
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Würmlein:
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Welche
Fahrkarte?
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Tom:
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Wir
haben oben in der Burgruine eine Zugfahrkarte gefunden.
Gestern ist jemand damit von Würzburg nach Gössenheim
gefahren. Mensch, genial!
– Vielleicht bringt uns diese Karte zum Täter.
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Würmlein:
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Wisst
Ihr was? Was haltet ihr davon, wenn wir jetzt alle zur
Polizeiwache herübergehen und dort die ganze Geschichte
Herrn Kröger erzählen?
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Mary:
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Ja,
machen wir! Vielleicht kann ja die Polizei etwas mit der
Fahrkarte anfangen.
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Erzähler:
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Aufgeregt
gehen alle drei zur Polizeiwache.
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Würmlein:
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Guten
Tag, Herr Kröger.
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Kröger:
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Sie
schon wieder? Sagen Sie nicht, Sie haben Ihr Portmonee in
der Wohnung wiedergefunden?
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Würmlein:
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Nein,
aber die Kinder haben es in der Burgruine gefunden. Alle
Ausweise sind noch da, nur das Geld ist weg. Aber jetzt
kommt das Beste: Die Kinder haben neben der Geldbörse noch
einen Zugfahrschein gefunden. Und ich erzählte Ihnen ja
schon, dass ich gestern den Eindruck hatte, ein Mann
verfolgt mich vom Bahnhof aus.
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Mary:
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Hier,
Herr Kröger! Diese Fahrkarte haben wir heute zuerst
gefunden.
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Kröger:
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Wo
genau?
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Tom:
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<räuspert
sich> Na ja, also wir waren an der Ruine und dann fing es
an zu regnen und dann wollten wir uns unterstellen und dann
haben wir so eine alte Tür entdeckt und dann sind wir da
rein, also in den alten Nordturm und da lag dann die
Fahrkarte.
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Kröger:
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<mahnend>
So, so! Bei Gewitter treibt ihr euch also in den Katakomben
der alten Burg herum....
Aber
- <freundlich> zeig
mal her!
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Erzähler:
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Mary
sucht in ihren Taschen nach dem Fahrschein. Sie schaut ganz
verzweifelt aus. Doch dann freut sie sich.
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Mary:
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Hier
ist er! Ich dachte schon, ich hätte den ollen Fahrschein
verloren.
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Kröger:
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Lass
mal schauen. Hmmm! Das ist nicht nur ein Fahrschein, das ist
sogar eine Reservierung. Wenn wir Glück haben, dann ist der
Name des Fahrgastes noch im Computer der Bahn gespeichert.
Das werde ich mal schnell überprüfen.
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Erzähler:
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Herr
Kröger geht in ein anderes Zimmer. Entfernt hören Tom,
Mary und Herr Würmlein wie er mit der Polizeizentrale
telefoniert.
Nach
einer Weile kommt er schmunzelnd wieder.
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Kröger:
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Glück
gehabt. Der Verdächtige wohnt in Gössenheim. Wenn Sie,
Herr Würmlein und die Kinder noch ein wenig Zeit haben,
dann versuche ich diese Person auf das Revier zu holen.
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Erzähler:
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Tom,
Mary und Herr Würmlein nicken sich nur kurz zu. Herr Kröger
ist schon bald darauf verschwunden. Sie hören wie er mit
dem Dienstfahrzeug davonbraust.
Bereits
nach einer Viertelstunden kehrt er in Begleitung eines
ungepflegten, rothaarigen Mannes wieder.
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Würmlein:
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Das
ist er! Das ist der Mann, der mich gestern vom Bahnhof aus
verfolgt hat!
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Kröger:
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Ja,
das dachte ich mir schon. Schauen Sie mal, was ich in seiner
Geldbörse gefunden habe!
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Erzähler:
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Drei
Hälse strecken sich der abgegriffenen Kunstledertasche
entgegen.
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Tom:
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Wow,
da sind ja nicht nur die 100 Euro sondern auch die 170
Dollar drin.
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Mary:
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Na,
damit dürfte der Fall wohl eindeutig sein.
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Kröger:
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Du
sagst es. Er hat auch nichts bestritten. Die Beweise sind überdies
eindeutig.
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Erzähler:
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Nachdem
Herr Würmlein sein Geld zurückbekommen hat, verabschiedet
er sich gut gelaut von den Beiden.
<Straßenlärm>
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Würmlein:
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Hört
zu, ich bin euch wirklich sehr dankbar. Denn ihr habt mir
nicht nur das Portmonee zurückgebracht, sondern auch dafür
gesorgt, dass ich das geklaute Geld wieder habe. Als kleines
Dankeschön habe ich mir Folgendes ausgedacht: Ich habe am
Rathausplatz ein kleines Spielwarengeschäft. Vielleicht
kennt ihr es ja. Ihr dürft euch jeder dort etwas Schönes
aussuchen. In
Ordnung?
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Tom:
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Hey,
super! Wir kommen bestimmt morgen vorbei.
Wiedersehen!
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Würmlein:
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Bis
morgen, auf Wiedersehen!
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