Aktuelles

Theater für Integration und Toleranz

Am 27. November 2023 haben wir mit unseren Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein interaktives Präventions-Musiktheaterstück zum Thema ungleiche Welten und die Bedeutung des Miteinander Teilens besucht. In Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum wurde das Theaterstück „Meins, meins, deins“ vom „Achja“-Theater aus Sprockhövel in die Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde Markuskirchen eingeladen.

Neben den Kindern und einigen Lehrkräften nahmen auch die Mülheimer Regionalkoordinatorin im Courage-Netzwerk, Andrea Stern und der Schulpate, Olympiasieger im Hockey, Thilo Stralkowski, an dem Mitmachtheater teil.

Das liebevoll inszenierte Stück entfaltete sich vor bunten Kulissen und begeisterte die Kinder mit musikalischen Stücken, die zum Klatschen und Singen animierten. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur Zuschauer, sondern aktive Mitgestalter der Aufführung.

Sie begleiteten die tapfere Raya, die sich in ihrer neuen Heimat, dem Königreich von Prinz Törtchen, für Gerechtigkeit einsetzt. Denn obwohl ihr Papa in ihrer alten Heimat ein hochangesehener

 


 

Wir leben Vielfalt!

Wir sind die erste Grundschule in Mülheim an der Ruhr mit dem Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde die Gemeinschaftsgrundschule am Steigerweg am 28. September 2023 als erste Mülheimer Grundschule in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Damit setzt die Schulgemeinschaft im Rahmen der Interkulturellen Woche ein klares Zeichen für Vielfalt und Toleranz und rückt ihr Engagement gegen jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus noch stärker als zuvor in den Fokus des Schulalltags. Ziel der GGS am Steigerweg ist es, sich gegen Ausgrenzung jeglicher Art zu positionieren, damit die Schule zu einem Wohlfühlort für alle wird.  „Wir wissen sehr wohl, dass es keine rassismusfreien Räume und somit keine Schule ohne Rassismus gibt, aber wir sind nun Teil eines großen Netzwerks mit langjährigen Erfahrungswerten und können gemeinsam mehr bewirken als alleine. Es freut uns sehr, dass wir neben dem Netzwerk auch zwei wertvolle Pat*en für unsere Schule gewinnen konnten: Frau Gilberte Raymonde Mandel-Driesen und Herrn Thilo Stralkowski“ teilte die Schulleiterin Andrea Kocks mit.

Zu der Feierlichkeit waren neben der Schulgemeinschaft, u.a. Frau Ingrid Tews, stellv. Bezirksvertretung, Herr David Lüngen, Dezernent für Schule, Jugend, Sport und Integration sowie weitere Vertreter*innen der kommunalen Verwaltung, der Diakonie und Caritas eingeladen.

Nach einer Begrüßungsrede von Frau Ingrid Tews sowie Herrn David Lüngen berichteten die Schulleiterin Andrea Kocks und die Pädagogische Fachkraft Haccanım Şakar-Ak von ihrem „Weg zur Schule ohne Rassimus – Schule mit Courage“. Die Ideen zu diskriminierungskritischen Aktionen in der Schule, die bereits im Lehrerkollegium angestoßen waren, wurden durch ein Ereignis in einer Fördergruppe im Mai 2022 besonders beschleunigt. Denn der damals achtjährige Schüler Kouramoudou erzählte wütend und aufgewühlt „Ich hasse das Rassismus-Wort. Das ist so doof! Die Haut ist doch die gleiche Haut! Warum sind die Menschen so böse, und das nur wegen der Hautfarbe?! Was soll das denn? Das darf nicht sein.“ Kouramoudou war völlig irritiert und wütend, dass selbst die Polizei als `Freund und Helfer` Menschen, wie George Floyd, nur aufgrund seiner Hautfarbe unfair behandeln kann und in dem genannten Fall sogar getötet hat. Für das Kollegium folgte daraus die Dringlichkeit, „…dass wir als Schule sofort reagieren und unsere Kinder nicht nur für dieses Thema sensibilisieren, sondern diesbezüglich auch stärken müssen. Und da wir wissen, dass die Hochphase der Vorurteilsentwicklung bei Kindern um das siebte achte Lebensjahr stattfindet, gehören rassismus- und diskriminierungskritische Aktionen umso mehr in das Grundschulleben dazu“ betonte Frau Haccanım Şakar-Ak.

Von diesem Tag an folgten eine Reihe von Aktionen im GGS Steigerweg, u.a. eine Projektwoche, Kinderinterviews, Flyer und Plakate und Infostände auf dem Schulhof zum Thema Vielfalt, Diskriminierung und Rassismus.

Frau Paßreiter; die ehemalige Klassenlehrerin von Kouramoudou, besuchte selbst eine Schule, die sich stetig für Vielfalt und Toleranz eingesetzt hat und ebenfalls Teil des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gewesen ist: „Ich freue mich, dass nun auch der Steigerweg eine Courage-Schule ist und wir so arbeiten können, dass wir unsere Schülerinnen und Schülern zu weltoffenen, toleranten und friedlichen Menschen erziehen. Und wer weiß, vielleicht setzt sich auch jemand von ihnen später einmal durch seine eigene Schulzeit gegen Rassismus und Diskriminierung und für Toleranz ein. Dann haben wir alles richtig gemacht!“

Die Schulgemeinschaft der GGS am Steigerweg ist sich darüber einig, dass die diskriminierungskritische Sensibilisierung und Stärkung ALLER in der Schule beteiligten Personen, d.h. Lehrkräfte und Pädagog*innen genauso wie auch die Eltern, die Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander ist. Denn so kann die GGS am Steigerweg ein Wohlfühlort für alle sein und bleiben.